Wer kennt das nicht? Das leuchtend rote Kleid sieht an der Freundin toll aus. Jünger wirkt sie, strahlender. Grund dafür ist auch die Farbe. Denn Farben können den persönlichen Typ unterstreichen, aber auch das Gegenteil bewirken. Statt den Teint zum Strahlen zu bringen, machen sie blass und müde. Das gilt für Kleidung und insbesondere für Haarfarben. Letztere sind besonders heikel. Schließlich umrahmen sie das Gesicht. Farben für jeden Typ: Wir haben Christiane Werzowa vom Institut Farbe & Stil, befragt.

Haarfarbe nach Maß

Prinzipiell sind Haarfarben ideal, die nicht mehr als drei Töne heller oder dunkler sind als die Naturhaarfarbe. Bei Strähnchen kann der Kontrast ruhig stärker sein. Auch der Teint spielt eine Rolle. Dabei unterscheidet man vier Farbtypen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Leuchtender Frühling: Kate Hudson und Brad Pitt

Frühlingsmenschen wie etwa Kate Hudson und Brad Pitt wirken meist heiter und fröhlich. Sie haben oft eine helle pfirsichfarbene Haut, hellblaue oder grüne Augen und blondes bis mittelbraunes Haar. Meist haben die Haare einen goldigen, manchmal auch rötlichen Ton. Besonders gut passen unterschiedliche gold- bis mittelblonde Strähnchen oder auch ein leichter Rotton. Aschige Farben oder Weißblond sollten Frühlingstypen dagegen meiden. Sie machen den lebendigen Frühling blass.

Auch bei der Kleidung gilt: Helle leuchtende warme Farbtöne wie Orange, Tomatenrot, Apfelgrün sowie Pastelltöne unterstreichen den Frühling positiv.

Kühler Sommer: Cameron Diaz und George Clooney

Sommermenschen sind oft sehr elegant und haben einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik und Harmonie. Sommertypen haben meist einen hellen, beigen Hautton, helle blaugraue oder grünlich blaue Augen. Die Haarfarbe ist blond bis mittelbraun mit erkennbarem Aschton. Bei der Wahl der Haarfarbe sollten Sommertypen darauf achten, dass diese einen Aschton enthalten. Ideal sind beispielsweise Aschblond, aschblonde Strähnchen oder ein Braunton, der mehr Ausdruckskraft hat. Vorsicht bei Blondierungen mit einem Goldton! Durch den Gelbanteil kann die Haut einen hässlichen Senfton bekommen. Auch von Rotfärbungen sollten Sommertypen lieber die Finger lassen. Der Rotanteil macht den Teint fleckig.

Gedeckte kühle Farben mit deutlichem Blauanteil stehen Sommermenschen besonders gut. Das sind etwa Melonenrot, Mint oder Veilchenblau. Bekannte Beispiele für einen Sommertyp sind Camerion Diaz und George Clooney.

Satter, warmer Herbst: Julia Roberts und Prinz Harry

Herbstmenschen wie Julia Roberts und Prinz Harry sind oft sehr ausgleichende Charaktere. Der Teint von Herbstmenschen ist warm und kann zu Sommersprossen neigen. Die Augenfarbe kann braun, grün oder blaugrün sein. Herbsttypen haben häufig dunkelblondes – dunkelbraunes Haar mit goldenen oder kastanienroten Lichtern. In diese Palette gehören meist auch die “typisch Rothaarigen”. Ihnen steht üppiges Goldblond, durchgefärbt oder in Strähnchen sowie Kastanienrot. Aschtöne und blaustichige Rottöne wie Mahagonirot sollten Herbsttypen dagegen meiden.
Herbstfarben sind satt, warm und gedeckt. Schön für Herbsttypen sind beispielsweise Kaminrot, Kupfer oder Moosgrün.

Intensiver Winter: Amal Clooney und Johnny Depp

Wintertypen wie Amal Clooney und Johnny Depp wirken kompetent und stark. Sie haben meist eine helle Porzellanhaut, die im Sommer leicht bräunt. Eine weitere Möglichkeit ist ein olivefarbener Teint. Dunkle Augen aber auch strahlend blaue oder grüne Augen sowie dunkelbraune bis schwarze Haare machen den Wintertyp komplett. Wintermenschen brauchen intensive, leuchtende Farben. Ideal sind kirschrot, blitzblau oder smaragdgrün. Da Kontraste gut aussehen, passen meist dunkle Haarfarben – bis hin zu Schwarz oder mitunter ganz hell, wie Weißblond. Wenn Rot erwünscht ist, dann ein Mahagonirot. Zu vermeiden sind Gold- oder Kastanientöne. Auch Strähnchen sehen in den seltensten Fällen gut aus.

Farbe für jeden Typ: Wie erkenne ich meinen Farbtyp?

Der Farbtyp wird von folgenden Punkten bestimmt:

  • Teint: Warm oder kühl, rosig oder eher olivfarben?
  • Augenfarbe: Hell oder dunkel? Eher kühl oder eher warm?
  • Naturhaarfarbe: Eher aschig, rötlich oder golden?

In der Praxis ist es oft nicht leicht, die Unterschiede von warm oder kühl bei Haut und Augen zu erkennen. Generell gilt: Bei den richtigen Farbtönen strahlen Teint und Augen, falsche Farben machen müde und blass.

Farbe für jeden Typ: Tipps und Tricks für die richtige Farbwahl

Je perfekter Haut und Make-up sind, desto stärker kann man in den Farbtopf greifen. Wer zu einem unregelmäßigen Teint neigt, ist mit einer dunkleren Haarfarbe besser bedient. Denn im Gegensatz zu einer Blondierung schluckt die dunkle Farbe Rötungen und Überpigmentierungen. Zu dunkel sollte es aber auch nicht sein, vor allem wenn graue Haare überfärbt werden. Schließlich machen dunkle Farben das Gesicht härter.

Achtung: Beim Farbwechseln Wimpern und Augenbrauen nicht vergessen. Diese müssen speziell bei größeren Sprüngen der neuen Haarfarbe angepasst werden.