Medien berichten immer wieder über das Thema Nanotechnologie in Kosmetikprodukten. Insbesondere werfen sie die Frage auf, ob und wie sich Stoffe und Teilchen, die mit Hilfe der Nanotechnologien hergestellt werden, auf die Gesundheit der Menschen auswirken.

Nanotechnologie in Kosmetik: Sonnenschutzprodukte

In Sonnenschutzprodukten kommen in Österreich hauptsächlich zwei Stoffe zum Einsatz, die als Nanopartikel bezeichnet werden können: Titandioxid und Zinkoxid. Sie sind besonders effektive UV-Filter und bilden auf der Haut eine Art Spiegel, der das Sonnenlicht reflektiert. So können die UV-Strahlen unsere Haut gar nicht erst erreichen, sondern werden in andere Richtungen abgelenkt.

Die Nanopigmente von Titandioxid und Zinkoxid leisten so einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Sonnenbrand, Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Sie sind aber auch dafür verantwortlich, dass sich Sonnenschutzmittel auf der Haut besonders leicht verteilen lassen. Die meisten Menschen vertragen diese Nanopigmente sehr gut. Sie sind gerade für empfindliche Kinderhaut ideal geeignet. Für diese Stoffe liegt ein umfassendes Datenmaterial vor, das die sichere Anwendung in kosmetischen Mitteln belegt.

Unabhängige Wissenschaftler für Sicherheit

Unabhängige Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben wiederholt bestätigt, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Zahlreiche Studien belegen auch, dass Titandioxid und Zinkoxid nicht durch die Haut in den menschlichen Körper eindringen können, auch nicht über erkrankte oder geschädigte Hautpartien. Auch für die Umwelt sind die beiden Nanopigmente keine Gefahr: Titandioxid und Zinkoxid sind nachweislich nicht toxisch.

Besondere Kennzeichnung für Nanotechnologie in Kosmetik

Seit 2013 werden kosmetische Mittel, die Nanostoffe enthalten, besonders gekennzeichnet. Auf der Verpackung und dem Produkt sind alle Bestandteile in der Form von Nanomaterialien angeführt. Nach dem Namen befindet sich das Wort „Nano“ in Klammern, beispielsweise Titanium Dioxide (Nano). Die Kosmetikindustrie ist damit die erste Branche, die den Verbraucher auf den Produktverpackungen über enthaltene Nanopartikel informiert.

Kosmetika sind wirksam, sicher und unbedenklich

Kosmetikprodukte müssen für den Anwender nicht nur wirksam, sondern auch sicher und unbedenklich sein. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden bei der Sicherheitsbewertung stets berücksichtigt. Die Hersteller führen selbst umfangreiche Analysen und Tests durch, um die Sicherheit ihrer Produkte für den Verbraucher zu gewährleisten. Neben den Herstellern, sorgen auch die EU-Kosmetikverordnung, das wissenschaftliche Beratungskomitee SCCS sowie in Österreich das Gesundheitsministerium für einen umfassenden Schutz der Verbraucher und ihrer Gesundheit.