Der „Distanz-Faktor“: Warum mangelnde Hygiene ein echter Beziehungs-Killer ist


Körperpflege Gewohnheiten Österreich / Studie 2026

Welche Körperpflege Gewohnheiten pflegen wir in Österreich?  Wie wichtig ist Körperpflege für die eigene Gesundheit und das soziale Miteinander? Weit wichtiger, als viele vermuten. Eine aktuelle, repräsentative marketagent-Studie im Auftrag von „Kosmetik Transparent“ zeigt: Körperhygiene ist in Österreich weit mehr als ein oberflächliches Schönheitsideal. Sie gilt als fundamentales Fundament für die eigene Gesundheit und entscheidet massiv über soziale Nähe, Sympathie und Partnerschaft.

97,3 % einig: Körperpflege ist die Basis für Gesundheit

Für die Menschen in Österreich ist die tägliche Pflege-Routine ein essenzieller Baustein des Wohlbefindens: 97,3 Prozent der Befragten sehen in der Körperpflege einen entscheidenden Grundpfeiler, um den eigenen Körper gesund zu erhalten.

Doch die Hygiene beeinflusst nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Sozialleben drastisch. Wer die Routine vernachlässigt, muss mit spürbaren Konsequenzen im Umfeld rechnen:

  • Soziale Distanz: Für fast die Hälfte der Bevölkerung (47,1 Prozent) schafft mangelnde Hygiene im Alltag unweigerlich Distanz.

  • Der Beziehungs-Killer im Alter: Besonders die ältere Generation reagiert sensibel. Während ein ungepflegtes Gegenüber nur bei 28,8 Prozent der Jugendlichen (14 bis 19 Jahre) ein sofortiges Distanzgefühl auslöst, ist mangelnde Hygiene für mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) der 70- bis 79-Jährigen ein absolutes K.-o.-Kriterium im zwischenmenschlichen Miteinander.

Generationen-Check Körperpflege Gewohnheiten in Österreich: Zeitaufwand und Motivation im Badezimmer

Beim Thema Zeitaufwand und der Intention hinter der Pflege klafft eine deutliche Schere zwischen den Generationen auseinander. Die Generation Z verbringt die meiste Zeit im Badezimmer, während die Best Ager deutlich pragmatischer agieren.

Der Zeitfaktor im direkten Vergleich:

  • Jugendliche (14–19 Jahre): Investieren täglich stolze 21,3 Minuten in die allgemeine Körperpflege sowie zusätzliche 12,9 Minuten in die gezielte Gesichtspflege.

  • Generation 50+ (50–59 Jahre): Erweist sich als deutlich schneller. Hier genügen im Schnitt 17,4 Minuten für den Körper und lediglich 6,6 Minuten für das Gesicht.

Die Motivation: Optik vs. Gesundheit

Auch die Beweggründe unterscheiden sich fundamental: Für 50,8 Prozent der Teenager steht das Aussehen im Fokus; mangelnde Pflege wird hier direkt mit dem Gefühl, „unattraktiv“ zu sein, gekoppelt. Bei den älteren Generationen steht der Schutzschild-Gedanke im Vordergrund: Während nur 39,0 Prozent der Jugendlichen Hygiene mit Gesundheit verbinden, tun dies bei den 70- bis 79-Jährigen 76,2 Prozent.

Der „Minimalmodus“: Was fällt beim Couch-Tag weg?

Wenn der Tag ohnehin nur in den eigenen vier Wänden verbracht wird, schalten Herr und Frau Österreicher gerne in den Gang zurück. Die Studie zeigt genau, welche Pflegeschritte im sogenannten Minimalmodus als erstes gestrichen werden:

Rang Pflegeroutine Verzicht in % (Gesamt) Besonderheiten & Demografie
1 Enthaarung / Rasur

49,1 %

Frauen verzichten im Minimalmodus häufiger auf den Rasierer als Männer (55,8 % vs. 42,5 %).

2 Make-up & dekorative Kosmetik

44,5 %

Großer Generationen-Unterschied: Nur 32,2 % der Jugendlichen, aber 56,4 % der 60- bis 69-Jährigen lassen das Make-up weg.

Finanzen: Wer gibt am meisten für Haut- und Körperpflege aus?

Im Durchschnitt lassen sich die Österreicherinnen und Österreicher ihr körperliches Wohlbefinden 29,88 Euro pro Monat kosten. Die Budgetverteilung offenbart jedoch markante Unterschiede bezüglich des Geschlechts und des Alters:

  • Frauen investieren mit durchschnittlich 32,34 Euro pro Monat spürbar mehr als Männer, die bei 27,48 Euro liegen.

  • Die spendabelste Altersgruppe sind die 50- bis 59-Jährigen mit monatlichen Ausgaben von 32,20 Euro.

  • Am sparsamsten zeigt sich die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen mit lediglich 25,28 Euro im Monat.

Langzeittrend Körperpflege Gewohnheiten in Österreich:
So hat sich das Verhalten seit 2015 verändert

Der Blick auf die langfristige Entwicklung (Vergleich der Vorwelle von 2015 zu 2026) belegt einen dynamischen Wandel im Gesundheits- und Pflegestil der Bevölkerung. Das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil ist stark gewachsen, äußert sich jedoch geschlechtsspezifisch differenziert:

  • Frauen setzen vermehrt auf eine intensive Auseinandersetzung mit Hautgesundheit, Pflege-Routinen und aktuellen Beauty-Trends.

  • Männer fokussieren sich zur Gesunderhaltung ihres Körpers im selben Zuge verstärkt auf gezielte sportliche Aktivitäten.

Conclusio: Körperpflege Gewohnheiten Österreich

Die marketagent-Studie 2026 untermauert eindrucksvoll, dass Körperpflege in Österreich längst die Grenzen rein ästhetischer Motive überschritten hat und als elementare Kernkomponente von Gesundheit und sozialer Integration begriffen wird. Während der spürbare Generationen-Gap beim Zeitaufwand und der Intention – jugendlicher Fokus auf Optik versus gesundheitlicher Prävention im Alter – eine demografische Dynamik offenbart, eint die Bevölkerung das Bewusstsein für die Relevanz der täglichen Routine. Hygiene fungiert im Alltag als unsichtbare Eintrittskarte für das gesellschaftliche Miteinander; wer sie vernachlässigt, riskiert soziale Distanz und zieht im wahrsten Sinne des Wortes eine Beziehungsbremse.

Hintergrund zur Studie

Die repräsentativen Daten wurden im März 2026 vom Marktforschungsinstitut marketagent im Auftrag der Plattform Kosmetik Transparent erhoben. Im Rahmen der Studie wurden 1.028 Personen in Österreich umfassend zu ihren persönlichen Gewohnheiten, Einstellungen und realen Budgets im Bereich Körperpflege und Hygiene befragt. Die Stichprobe liefert ein präzises, valides Abbild der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren.

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