Wenn der Winter mit klirrender Kälte, beißendem Wind und Eisregen einsetzt, wird unsere Haut auf eine harte Probe gestellt. Die Kombination aus eisigen Außentemperaturen und trockener Heizungsluft in Innenräumen entzieht der Haut massiv Feuchtigkeit. Ab einer Temperatur von etwa acht Grad Celsius stellen die Talgdrüsen zudem ihre Fettproduktion ein, wodurch der natürliche Schutzmantel der Haut geschwächt wird.

Hautpflege bei klirrender Kälte? Damit Ihre Haut gesund und geschmeidig durch die Frostperiode kommt, ist eine Anpassung der Pflegeroutine jetzt unerlässlich.

Warum die Haut im Winter „Hunger“ hat

Bei extremen Minusgraden verengen sich die Blutgefäße, um die Körperwärme im Inneren zu speichern. Das hat zur Folge, dass die Haut weniger durchblutet wird und Nährstoffe sowie Sauerstoff langsamer an die Oberfläche gelangen. Gleichzeitig sorgt die trockene Luft dafür, dass Feuchtigkeit schneller verdunstet. Die Folge sind oft Rötungen, Spannungsgefühle und rissige Stellen.

Fokus Gesicht: Schutzschild gegen den Frost

Das Gesicht ist der Witterung meist schutzlos ausgeliefert. Hier ist eine lipidreiche Pflege (fettbasierte Cremes) jetzt wichtiger als rein feuchtigkeitsspendende Gele auf Wasserbasis.

  • Reichhaltige Tagespflege: Wählen Sie Cremes mit wertvollen Ölen (z. B. Argan- oder Jojobaöl), die einen Schutzfilm bilden und die Hautbarriere stärken.

  • Sanfte Reinigung: Verwenden Sie milde, rückfettende Reinigungsprodukte, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen.

  • Sonnenschutz nicht vergessen: Auch bei Eisregen und Bewölkung reflektieren Schnee und Eis die UV-Strahlen. Ein hoher Lichtschutzfaktor im Gesicht schützt vor vorzeitiger Hautalterung und Gewebeschäden.

Fokus Hände: Intensive Pflege für beanspruchte Haut

Unsere Hände haben kaum Fettgewebe und eine sehr dünne Haut, weshalb sie bei Kälte besonders schnell austrocknen und rissig werden.

  • Handschuhe tragen: Der beste Schutz gegen Kälte ist eine physikalische Barriere.

  • Häufiges Eincremen: Nutzen Sie spezielle Handcremes mit Inhaltsstoffen wie Sheabutter oder Panthenol, die Feuchtigkeit binden und die Heilung kleiner Risse fördern.

  • Lippenpflege: Auch die Lippen benötigen bei Kälte intensive Aufmerksamkeit, da sie keine eigenen Talgdrüsen besitzen und schnell spröde werden.

5 Tipps für Ihre Winter-Routine im Überblick

  1. Feuchtigkeit & Fette: Wechseln Sie zu reichhaltigeren Produkten (Bodylotion, Gesichtscreme), um den Mangel an natürlichem Hauttalg auszugleichen.

  2. Lauwarm statt heiß baden: Zu heißes Wasser entzieht der Haut zusätzlich Lipide. Verwenden Sie lieber rückfettende Badezusätze oder Duschöle.

  3. Spezielle Haarpflege: Kälte und Mützen führen oft zu fliegenden Haaren und Spliss. Haaröle und Conditioner helfen, die statische Aufladung zu verhindern und Glanz zu bewahren.

  4. After-Sun nach dem Wintertag: Wenn Sie den ganzen Tag draußen aktiv waren, regenerieren After-Sun-Produkte die strapazierte Haut und beruhigen Kältereizungen.

  5. Viel Trinken: Unterstützen Sie die Hautfeuchtigkeit von innen durch ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees.

Fazit Hautpflege bei klirrender Kälte

Mit der richtigen Kombination aus Schutz und intensiver Pflege lässt sich der Winterzauber genießen, ohne dass die Haut unter dem Wetter leidet.

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