Wenn morgens die Zeit knapp wird oder der Arbeitstag im Home-Office stattfindet, schalten die Österreicherinnen und Österreicher in einen pragmatischen Minimalmodus. Das zeigt eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Marketagent im Auftrag der Brancheninitiative Kosmetik Transparent.
Das Ergebnis: Knapp die Hälfte der Bevölkerung (49,1 Prozent) lässt bei Zeitmangel als Erstes den Rasierer liegen. Damit überholt der Verzicht auf Enthaarung sogar das Weglassen von Make-up (44,5 Prozent).
Pragmatismus versus Gewohnheit: Die Geschlechterkluft im Badezimmer
Beim Thema Körperhaarentfernung zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern:
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Frauen handeln ergebnisorientierter: Mehr als jede zweite Frau (55,8 Prozent) pausiert die Enthaarung sofort, wenn der Tag ohne Außenwirkung oder gesellschaftliche Termine verbracht wird. Für viele gilt die Rasur primär als gezielter Aufwand für das öffentliche Auftreten.
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Männer bleiben routinierter: Bei den Männern verzichten lediglich 42,5 Prozent. Der Grund: Bart- und Gesichtspflege sind bei vielen Männern fester in die tägliche Basisroutine integriert und weniger vom Terminkalender abhängig.
Generationen-Vergleich: Wer spart wie viel Zeit ein?
Die Bereitschaft, Pflegeabläufe bei Termindruck zu kürzen, variiert je nach Lebensphase stark:
| Generation | Verzicht auf Enthaarung bei Zeitnot | Besonderheit & Bad-Routine |
| Babyboomer | 55,5 % | Höchster Verzicht; persönlicher Komfort im Privaten wiegt schwerer als soziale Konventionen. |
| Generation Z | 48,6 % | Verbringt mit 21,3 Min./Tag die meiste Zeit im Bad (Ö-Schnitt: 18,9 Min.), kürzt bei Hektik aber radikal. |
| Millennials | 43,9 % | Höchste Disziplin; halten die Pflegeroutine oft als Element fester Selbststrukturierung aufrecht. |
Warum Rasur Streichkandidat ist: Hygiene bleibt die unverhandelbare Basis
Während dekorative Kosmetik und Haarentfernung flexibel an den Tag angepasst werden, bleibt die Basishygiene unberührt:
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97,3 Prozent der Befragten sehen eine saubere Grundhygiene als essenziell für die Gesundheit an.
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37,0 Prozent empfinden ein gepflegtes Hautgefühl als direkte Quelle innerer Ruhe und mentaler Ausgeglichenheit.
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47,1 Prozent nehmen mangelnde Körperpflege beim Gegenüber als sozial distanzschaffend wahr.
„Dass die Enthaarung im Minimalmodus als Erstes pausiert wird, ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern von intelligentem Zeit-Management. Körperpflege wird flexibel an den Lebensrhythmus angepasst, ohne den Kernfaktor Hygiene zu opfern.“
— Andrea Schneider, Sprecherin von Kosmetik Transparent
Trotz des Trends zur „Effizienz-Beauty“ gibt es eine treue Kerngruppe: Für 26,5 Prozent der Befragten bleibt die Enthaarung ein fixer, unverzichtbarer Bestandteil der persönlichen Identität – unabhängig von Hektik oder Aufenthaltsort.
Häufig gestellte Fragen (FAQ): Warum Rasur Streichkandidat ist
Worauf verzichten Menschen bei Zeitmangel im Bad am ehesten?
Laut der Erhebung von Kosmetik Transparent verzichten 49,1 % der Österreicher:innen bei Zeitnot zuerst auf die Rasur bzw. Enthaarung, gefolgt von Make-up (44,5 %).
Wie lange verbringt die Gen Z durchschnittlich im Badezimmer?
Junge Erwachsene der Generation Z investieren im Schnitt 21,3 Minuten pro Tag in die Körperpflege. Damit liegen sie über dem österreichischen Gesamtdurchschnitt von 18,9 Minuten.
Verzichten Männer oder Frauen häufiger auf die Rasur bei Stress?
Frauen verzichten mit 55,8 % deutlich häufiger auf die Enthaarung als Männer (42,5 %), insbesondere an Tagen ohne öffentliche Termine oder im Home-Office.
Fazit: Warum Rasur Streichkandidat ist
Die Ergebnisse machen deutlich: Wenn der Wecker klingelt und der Terminkalender drängt, regiert im Badezimmer ein gesunder Pragmatismus statt starrer Schönheitsdiktate. Dass die Rasur dabei vor Make-up auf der Prioritätenliste nach hinten wandert – allen voran bei Frauen und Boomern –, ist kein Ausdruck mangelnder Sorgfalt, sondern von zeitgemäßem Selbst- und Zeitmanagement. Während das persönliche Wohlbefinden und die unverzichtbare Grundhygiene als Anker bestehen bleiben, wird Pflege heute flexibel an den Alltag angepasst: Sichtbarkeit bestimmt den Aufwand, ohne dass dabei das Gespür für die eigene Gesundheit verloren geht.