Im November wachsen weltweit die Schnurrbärte: Der „Movember“ rückt Männergesundheit, Prostatakrebs-Vorsorge und mentale Gesundheit ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch wie steht es im Alltag um die Rasurgewohnheiten in Österreich? Eine repräsentative Erhebung von Kosmetik Transparent und Marketagent liefert überraschende Erkenntnisse darüber, wer bei Stress wirklich zum Rasierer greift – und warum Männer ihrer Pflegeroutine oft treuer bleiben als Frauen.
Auf einen Blick: Die wichtigsten Studienergebnisse
-
Movember als Statement: Wenn Männer im November den Bart sprießen lassen, tun sie das aus Überzeugung für den guten Zweck – denn im Alltag halten sie deutlich konsequenter an ihrer Rasur fest als gedacht.
-
Rasur als Streichkandidat Nr. 1: Bei Hektik oder an reinen Home-Office-Tagen schalten 49,1 % der Österreicher*innen in den Pflege-Minimalmodus und verzichten zuerst auf die Enthaarung.
-
Geschlechterkluft: Während 55,8 % der Frauen im privaten Rahmen die Enthaarung sofort auslassen, tun dies nur 42,5 % der Männer.
-
Fester Anker: Für 26,5 % der Bevölkerung ist die Körperenthaarung ein unverzichtbarer, fester Bestandteil der täglichen Pflegeroutine.
-
Hygiene ist Gesundheit: 97,3 % stufen Körperhygiene als unverzichtbar für ihre Gesundheit ein.
Movember: Bart tragen für die Männergesundheit
Jedes Jahr im November verwandelt die globale Movember-Bewegung Gesichter in sichtbare Botschafter: Männer lassen sich 30 Tage lang einen Schnurrbart („Mo“) wachsen, um Spenden zu sammeln und das Bewusstsein für tabuisierte Gesundheitsthemen – von Prostata- und Hodenkrebs bis hin zu mentaler Gesundheit – zu schärfen.
Das bewusste Stehenlassen des Bartes setzt jedoch voraus, dass die Rasur sonst ein fester Bestandteil des Alltags ist. Genau hier liefert eine Marketagent-Umfrage im Auftrag von Kosmetik Transparent spannende Daten zum Pflegeverhalten in Österreich.
Alltagsroutine vs. Minimalmodus: Wer spart Zeit im Bad?
Morgendlicher Zeitdruck oder Tage ohne Außenkontakte bringen viele Menschen dazu, ihre Pflege auf das Nötigste zu reduzieren. Die Studie zeigt: Geht es um Schnelligkeit, landet die Enthaarung auf Platz 1 der Streichliste.
-
49,1 % verzichten bei Eile als Erstes auf die Haarentfernung.
-
Damit wird die Rasur noch vor Make-up (44,5 %) depriorisiert.
Männer pflegen pragmatisch, aber diszipliniert
Interessant ist der Geschlechtervergleich: Während mehr als jede zweite Frau (55,8 %) bei fehlender Außenwirkung auf die Enthaarung verzichtet, sind es bei den Männern lediglich 42,5 %.
„Für viele Frauen ist die Enthaarung primär mit dem öffentlichen Auftritt verknüpft. Männer hingegen haben die Gesichts- und Bartrasur meist fest in ihre morgendliche Grundroutine integriert – sie dient der Strukturierung des Tages“, erklärt Andrea Schneider, Sprecherin von Kosmetik Transparent.
Bartpflege ist mehr als Ästhetik: Mentales Wohlbefinden & Hygiene
Ob glattrasiert, gepflegter Drei-Tage-Bart oder imposanter Movember-Moustache: Pflege hat handfeste psychologische und gesundheitliche Dimensionen:
-
Gesundheitsanker: Für 97,3 % der Befragten ist Körperhygiene essenziell für die Erhaltung der Gesundheit.
-
Mentale Entlastung: 37,0 % schöpfen aus einem gepflegten Gefühl auf der Haut innere Ruhe und Stressabbau.
-
Sozialer Faktor: Mangelnde Pflege wirkt distanzierend – 47,1 % empfinden Ungepflegtheit beim Gegenüber als störend.
Für Bartträger bedeutet das: Auch während des Movember erfordert das Bartwachstum regelmäßige Hygiene – von speziellem Bartöl bis zur Konturenpflege –, um Hautirritationen vorzubeugen und ein gesundes Hautgefühl zu bewahren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Sinn des Movember?
Der Movember ist eine jährliche weltweite Kampagne im November, bei der sich Männer Schnurrbärte wachsen lassen. Ziel ist es, auf Männergesundheit aufmerksam zu machen, insbesondere Prostatakrebs, Hodenkrebs sowie Suizidprävention und psychische Gesundheit.
Verzichten Männer bei Eile häufiger auf die Rasur als Frauen?
Nein, die Zahlen zeigen das Gegenteil: Im sogenannten Minimalmodus verzichten nur 42,5 % der Männer auf die Rasur, während bei Frauen 55,8 % die Enthaarung ausfallen lassen. Für viele Männer gehört die Rasur fest zur täglichen Routine.
Welche Generation verbringt die meiste Zeit im Badezimmer?
Die Generation Z investiert mit durchschnittlich 21,3 Minuten pro Tag die meiste Zeit in die tägliche Körperpflege (Österreich-Schnitt: 18,9 Minuten). Dennoch kürzen junge Erwachsene bei Termindruck sehr pragmatisch.
Fazit: Bewusstes Pflegen statt bloßer Verzicht
Ob glatt rasiert oder mit markantem Schnurrbart für den Movember: Die Art und Weise, wie Männer ihre Gesichtsbehaarung pflegen, ist weit mehr als eine beiläufige Gewohnheit. Die Studienergebnisse belegen eindrucksvoll, dass die Rasur für Österreichs Männer einen festen, disziplinierenden Anker im Alltag darstellt – selbst an Tagen mit wenig Zeit.
Wenn im November die Klinge bewusst zur Seite gelegt wird, geschieht dies daher nicht aus Nachlässigkeit, sondern als starkes, sichtbares Zeichen für Männergesundheit und Vorsorge. Und ganz gleich, für welchen Look man sich entscheidet: Eine gewissenhafte Basishygiene und abgestimmte Pflege bleiben die unverzichtbare Grundlage für Gesundheit, Wohlbefinden und ein sicheres Auftreten.