Eine Schweizer Studie will den Nachweis für das Risiko von Aluminium in Deos erbracht haben und verunsichert mit der Betrachtung eines einzelnen Aspektes die Öffentlichkeit. Die Studie zeigt, dass Aluminiumchlorid bei Mäusen Tumore in den Zellen der Brustdrüsen hervorruft. Die Resultate beziehen sich auf die Gefährlichkeit der Substanz im Rahmen eines spezifischen Tierversuchs, doch sie erlauben es nicht, das Risiko im Rahmen des normalen Gebrauchs von Deodorants zu bestimmen. Darauf weisen selbst die Autoren hin.

Der Chemiker Erich Leitner von Kosmetik transparent dazu: „Die Studie vermittelt keine Fakten, sondern stellt letztlich nur den bekannten Einfluss von Metall-Ionen auf Zellen in Versuchen außerhalb des Körpers dar. Alle erwähnten Zusammenhänge mit kosmetischen Mitteln sind rein spekulativ und nicht belegt. Die als Referenz angeführte Studie des Bundesministeriums für Gesundheit warnt auf keiner der 157 Seiten vor der Verwendung von Antitranspirantien, sondern rät zur Einsparung des Gebrauchs von Aluminium in allen betrachteten Bereichen.“

Kosmetik transparent empfiehlt, Deodorants mit Aluminium nicht auf gereizter oder verletzter Haut zu verwenden. Wer zudem die Aluminiumaufnahme verringern möchte, hat die Wahl, aluminiumfreie Deodorants zu verwenden.

Aluminium in Kosmetik: Wissenschaftlicher Nachweis für Krankheiten fehlt

Sowohl das wissenschaftliche Beratergremium der EU Kommission (SCCS), als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben die Ergebnisse der Veröffentlichung des Schweizer Forscherteams um Sappino/Mandriota als nicht relevant genug für ihre Sicherheitsbewertung von Aluminiumsalzen in Antitranspirantien angesehen. Die Versuche, bei denen die Zellen direkt hohen Konzentrationen von Aluminium Chlorid ausgesetzt wurden, entsprechen nicht dem realen Kontakt mit Aluminiumsalzen bei der Nutzung von Antitranspirantien. Darüber hinaus unterscheiden sich die im Versuch genutzten Zellen von normalen menschlichen Körperzellen. Obwohl die Erkenntnisse wissenschaftlich interessant sein können, haben sie daher keine Relevanz für die Sicherheitsbewertung von kosmetischen Produkten.

Nach wie vor schließt sich Kosmetik transparent der herrschenden Expertenmeinung an, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis für den Zusammenhang zwischen Deodorants mit Aluminium und Brustkrebs gibt. 2014 hat der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (Scientific Committee on Consumer Safety, SCCS) aluminiumhaltige Deodorants, Zahnpasten und Lippenpflegeprodukte bezüglich der Sicherheit für die Konsumentinnen und Konsumenten analysiert. Auch gemäß dieser Untersuchung gibt es keine Hinweise darauf, dass die Verwendung aluminiumhaltiger Kosmetika bzw. Körperpflegeprodukte das Risiko für Brustkrebs oder für andere Krankheiten wie Alzheimer erhöht.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema werden laufend vom Europäischen Komitee für die Sicherheit der Verbraucher begutachtet, auf Basis der bestehenden positiven Sicherheitslage bewertet und falls eine Änderung sinnvoll erscheint, Empfehlungen ausgesprochen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

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