
Die Grenzen zwischen Originalmarke und Nachbau sind für viele nicht mehr nachvollziehbar. Mythen ersetzen Fakten. Was stimmt wirklich? Hier die wichtigsten auf einen Blick:
Markenhersteller forschen und entwickelt. Deshalb haben sie die Nase vorn. Je komplexer die Wirkung sein soll, desto länger dauert die Entwicklung von neuen Produkten. Bei forschungsintensiven Produkten wie Zahnpflege, Anti Aging, Colorationen, Haarpflege oder Sonnenschutz braucht es bis zu zehn Jahre, bis ein neuer Wirkstoff in einem Produkt eingesetzt werden kann.
Dann aber versuchen andere Rohstofflieferanten und Parallelhersteller möglichst rasch, die neuen Wirkstoffe zu kopieren. Doch nur das Zusammenspiel der Wirkstoffe in der Gesamtformulierung macht die Wirkung und damit die Produktleistung aus. Und dazu braucht es Know how. Beispiele:
Ohne Marken kein Nachbau. Ständig tüfteln die Experten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Markenartikler an neuen Produkten oder an der Verbesserung bereits bewährter Produkte. Aber: Die Kopierer profitieren von den Vorleistungen der Markenhersteller, indem sie Wirkstoffe und Produkte nachbauen.
Die Markenhersteller der Kosmetik stellen ausschließlich eigene Markenprodukte her und produzieren nicht für den Handel. Der Handel bezieht seine Nachbauprodukte von eigenen Produktionsstätten oder Drittlieferanten, die bekannte Marken nachbauen.
Alle in der Kosmetik verwendeten Messmethoden zur Produktwirkung sind von Markenartiklern entwickelt worden! Diese sind nach erfolgreicher Validierung auch den Nachbauern verfügbar. Seit 1996 muss bei kosmetischen Produkten jede Wirkung belegt sein, die über den Grundnutzen eines Produktes hinausgeht, etwa Anti Aging.
Markenartikler produzieren und forschen international und sichern die Produktverträglichkeit und Sicherheit mehrfach ab. Sie haben Zugriff zu allen internationalen Datenbanken und verfügen über umfangreiche, eigene Datensätze zu ihren Fertigformulierungen.
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