Das klassische Seifenstück wurde in den vergangenen Jahren immer mehr zum Auslaufmodell. Mit natürlichen Inhaltsstoffen, neuer Formgebung und mit traditionellen Techniken hergestellt erlebt die Seife nun ein Comeback.

Die Geschichte der Seife

Schon seit Jahrtausenden benutzen Menschen Seife. Bereits die Sumerer entwickelten eine Vorform, die aus Pottasche und Ölen hergestellt wurde. Die Ägypter und Griechen (ca. 2.700 – 2.200 v. Chr.) dürften eine ähnliche Seife verwendet haben. Erst die Germanen und Gallier entdeckten die Seife als „Kosmetikum“. Sie verwendeten die aus Ziegen-, Rinder-, oder Hirschtalg hergestellte Seife als Bleichmittel für die Haare oder frisierten sich mit einer Art Pomade. Bräuche, die von den Römern übernommen wurden. Trotz ihrer hoch entwickelten Badekultur verwendeten die Römer die Seife zur Körperreinigung aber erst ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. In der weiteren Entwicklung der Seifensiederkunst zeigten sich die Araber im 7. Jahrhundert als sehr einfallsreich: Sie verkochten erstmals Öl und Lauge unter Einsatz von gebranntem Kalk miteinander und gewannen dadurch besonders feste Seifen, die in ihrer Konsistenz mit der heutigen vergleichbar ist. Dieses Wissen verbreitete sich schnell in Europa. Die meist parfümierten Luxusseifen waren zunächst nur dem reichen Adel vorbehalten. Nach und nach entwickelte sich eine Badekultur mit öffentlichen Badehäusern, die auch dem Bürgertum und der ärmeren Bevölkerung zugänglich waren. Im 17. Jahrhundert verhalf der französische König Ludwig der XIV. der Seife zu neuer Blüte, indem er die besten Seifensieder zu sich an den Hof nach Versailles holte.

Seife im Retro-Trend

Die neue Generation präsentiert sich mit natürlichen Inhaltsstoffen, verführt mit außergewöhnlichen Duftnoten, luxuriösen Ingredienzien und überrascht zudem mit originellen Formen und Farben – ein Erlebnis nicht nur für den Körper, sondern auch für alle Sinne.

Seifen brauchen allerdings ein Minimum an Pflege, und das bedeutet – Luft. Liegen sie im Feuchten, verlieren sie die Form. Deshalb erlebt auch die Seifenschale eine Renaissance.

Mit neuen natürlichen Inhaltsstoffen, moderner Formgebung und mit traditioneller Technik hergestellt erlebt die Seife für die Reinigung der Hände ein Comeback.