Hier kommen kosmetische Aspekte ins Spiel. Putzkörper fungieren als Schleifmittel, um oberflächliche Verfärbungen zu entfernen. Dabei ist es wichtig, diese abtragende Wirkung richtig einzustellen, so dass maximale Reinigung mit größtmöglicher Sicherheit kombiniert wird.
Manche chemische Verfahren für weißere Zähne, zum Beispiel Bleichmittel wie Peroxid, können nicht in Zahnpasten verwendet werden. Aber optische Aufheller sind möglich und werden daher gerne eingesetzt.


Die Grundaufgabe einer Zahnpasta ist es, die Zähne zu reinigen und von Speiseresten zu befreien. Aber wir wünschen uns von einer guten Zahnpasta mehr. Atemfrische, weiße Zähne, Verhinderung von Zahnstein sowie die Prophylaxe von Karies und Zahnfleischentzündung - all das soll eine moderne Zahnpasta bewirken. Darüber hinaus soll sie sich leicht aus der Tube drücken lassen und sich beim Putzen angenehm anfühlen. Nicht zuletzt erwarten wir Produkt-Stabilität, weil die Zahnpasta vielleicht ein paar Wochen im Vorratsschrank lagert.
Wie erfüllt eine Zahnpasta all diese Erwartungen? Zum einen mit Hilfe von Verdickungsmitteln wie Cellulose oder Johannisbrotkernmehl. In Kombination mit einem Feuchthaltemittel (Sorbitol) erzeugen diese Mittel die gelartige Grundstruktur einer Zahnpasta.
Ihre Reinigungskraft erhält die moderne Zahnpasta durch sogenannte Putzkörper: Silikate oder Kalk. Dieser entfernt in Verbindung mit Schaumbildnern (Tensiden) beim Bürsten Essensreste und Zahnbeläge.
Die bisher genannten Bestandteile würden jedoch noch keine Zahnpasta ergeben, wie wir sie gewohnt sind. Erst durch Aromen und Süßstoffe schmeckt eine Zahnpasta „gut“. Die Süßstoffe überdecken die Bitterkeit anderer Wirkstoffe. Minz- und Mentholaromen sorgen für Frische und Kühlung.
Zu dieser Basisrezeptur kommen noch die sogenannten aktiven Inhaltsstoffe. An erster Stelle stehen hier Fluoridsalze, die der Kariesprophylaxe dienen. Ihre Wirkung beruht vor allem darauf, dass die Auflösung des Zahnschmelzes durch Säure verhindert wird.
Antibakterielle Wirkstoffe erfüllen mehrere Funktionen. Sie unterstützen die mechanische Entfernung bakterieller Zahnbeläge (Plaque) und helfen gegen Zahnfleischentzündung und Mundgeruch.
Spezialzahnpasten enthalten dann noch weitere Inhaltsstoffe, zum Beispiel Pyrophosphate gegen Zahnsteinbildung, oder Kaliumsalze bei empfindlichen Zähnen.
Übrigens: In der Antike hat man sich die Zähne mit Mischungen aus Kalk, Salz oder Holzkohle geputzt. Von Aromen und Süßstoffen war damals keine Rede. Ob uns diese Zahnpasta heute „schmecken“ würde?
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