
Wie bei so vielen schönen Dingen, hat auch die Sonne eine Schattenseite: Denn extreme und intensive Sonnenbestrahlung kann Hautkrebs verursachen. Der vernünftige Umgang mit der Sonne ist daher der wesentlichste Faktor der Hautkrebs-Vorsorge. Durch effizienten Sonnenschutz – Sonnenschutzkleidung, Sonnencreme und natürlichen Schatten – können Sonnenbrände vermieden werden.
Sonnencemen, wie auch alle anderen Kosmetika, sind nur eine gewisse Zeit haltbar. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich auf die Sommersaison vorzubereiten und abgelaufene Produkte zu entsorgen.
Auf jeder Sonnencreme gibt es ein kleines Symbol mit einem geöffneten Tiegel, auf dem die Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen in Monaten angegeben ist. Durchschnittlich sind es zwölf Monate, weshalb die Sonnencreme aus dem Vorjahres-Sommerurlaub vielleicht bald abläuft.
Die meisten Verbraucher verwenden nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Sonnencreme. Sparen ist aber gerade in diesem Bereich gefährlich. Das beste Sonnenschutzmittel hilft nicht, wenn es nicht richtig dosiert ist. Etwa sechs Teelöffel Sonnencreme sind erforderlich, damit der durch den Lichtschutzfaktor vorgegebene Schutz erreicht wird. Diese Menge entspricht 2 mg/cm² und ist für den Körper eines Erwachsenen berechnet. Kinder benötigen je nach Größe etwas weniger.
73 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher meinen, sie wären wenig bis gar nicht sonnenempfindlich und hätten Hauttyp 3 bis 4. Experten wissen, dass viele Personen sich falsch einschätzen und zu einem Sonnenschutzmittel mit zu geringem Lichtschutzfaktor greifen.
Dazu kommt bei vielen Sonnenanbetern die Überzeugung, dass ein hoher Lichtschutzfaktor das Bräunen behindert. Tatsächlich ist es aber so, dass die Bräune umso gesünder und länger anhaltend ist, je langsamer die Haut bräunt. Ein Tipp: Lassen Sie Ihren Hauttyp von einem Dermatologen oder in der Apotheke bestimmen.
Produkte mit UVA-Siegel stellen sicher, dass der UVA-Schutzfaktor mindestens ein Drittel des UVB-Schutzfaktors beträgt. Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels bezieht sich nämlich nur auf den Schutz vor UVB-Strahlen, die Sonnenbrand auslösen.
Die UVA-Strahlung hingegen wird oft zu wenig beachtet. Sie ist für vorzeitige Hautalterung, Lichtdermatosen und Sonnenallergien verantwortlich. Das standardisierte UVA-Siegel ist eine gute Orientierungshilfe beim Kauf von Sonnenschutzprodukten.
Die Nanopigmente von Titandioxid filtern die UV-Strahlen besonders wirksam und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Sonnenbrand, vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Sie sind aber auch dafür verantwortlich, dass sich heute Sonnenschutzmittel auf der Haut besonders leicht verteilen lassen. Die meisten Menschen vertragen diese Nanopigmente sehr gut. Sie sind gerade für empfindliche Kinderhaut ideal geeignet.
Die Nanopigmente basieren auf natürlichen Mineralien. Sie sind kleiner als 100 Nanometer – also eine Million Mal kleiner als ein Sandkorn.
Titandioxid gehört zu den besonders nachhaltig untersuchten Inhaltsstoffen und ist seit den 80er-Jahren im Einsatz. Unabhängige Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung haben wiederholt bestätigt, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. (1) Zahlreiche Studien belegen, dass Titandioxid nicht durch die Haut in den menschlichen Körper eindringen kann. (2) Verbraucher können der Inhaltsstoff-Liste auf der Verpackung entnehmen, ob ein Produkt Titandioxid enthält. Ab 2013 wird die generelle Kennzeichnung von Nanopartikeln in Kosmetika auf EU-Ebene vorgeschrieben sein. Diese Veränderung führt zu noch mehr Transparenz und Wahlfreiheit für den Verbraucher.
Siehe auch: http://dialogforum-chemie.at/DE/dialogforum-chemie/Sonnenschutz+Nano.aspx
(1) Bundesinstitut für Risikobewertung 2006: Frequently asked questions on nanotechnology; http://www.bfr.bund.de/cd/8568
(2) z. B. Filipe, P. et al., Skin Pharmacololgy and Physiology 2009; 22:266-275 / Senzui, M. et al.; The Journal of Toxicological Science 2010; 35, 1: 107-113.
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