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Vorbeugen ist besser als heilen

„Der beste Schutz vor Hautkrebs ist und bleibt aber der richtige Umgang mit der Sonne“, sagt Univ. Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer. Dazu gehören Sonnenschutzmittel und simple Verhaltensregeln:

Mittagssonne meiden: Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr ist die Sonnen-einstrahlung am intensivsten.

 

Viel Schatten: Die Intensität der Sonnenstrahlung halbiert sich im Schatten. Braun wird man trotzdem – aber langsamer, gesünder und länger anhaltend.

 

Gut eincremen: Die EU empfiehlt 6 Teelöffel Sonnencreme.

 

Hut und Sonnenbrille schützen Kopf und Augen.

 

Achtung Medikamente machen lichtempfindlicher.

 

Babys und Kleinkinder niemals in die direkte Sonne.

Risikobewusstsein für Hautkrebs gering

Aber jeder zweite über 60 Jahre erkrankt an hellem Hautkrebs

Fragt man die Österreicher, dann schätzen die meisten ihr persönliches Risiko an Hauskrebs zu erkranken, eher gering ein. Nur 5 Prozent glauben, dass ihr Risiko sehr hoch ist, 14 Prozent sehen ein hohes Risiko. Das zeigt die Online-Umfrage von Kosmetik transparent, für die Marketagent.com 500 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren befragt hat. Tatsächlich erkranken pro Jahr rund 1.800 Österreicher an bösartigem schwarzen Hautkrebs. Tendenz steigend. Zudem kommt noch die Gefahr von hellem Hautkrebs. Jeder zweite über 60jährige ist mittlerweile davon betroffen.

 

Unser Körper kommt auch mit ganz wenig Sonne aus: ein Spaziergang pro Woche oder vier Minuten pro Tag reichen, es muss nicht einmal sonnig sein. Umgekehrt sind wir nicht so flexibel. Zuviel Sonne schadet der Haut. Wie lange wir uns ungeschützt – also ohne Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel – in der Sonne aufhalten können, hängt vom Hauttyp ab. Der keltische Hauttyp 1 mit seinen rötlichen Haaren und seiner sehr hellen Haut hat beispielsweise nur einen Eigenschutz von 5 Minuten, der mediterrane Hauttyp 4 mit den dunklen Haaren und seiner olivfarbenen Haut kann sich dagegen 30 bis 40 Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalten.

Jeder Sonnenbrand steigert Risiko

„Meist summieren sich die Sonnensünden über viele Jahre“, erklärt Univ. Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Abteilungsleiterin für Dermatologie am Wiener Donauspital, und Vorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie „jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.“ Der Grund: Bei schweren, immer wiederkehrenden UV-Überdosierungen sind die körpereigenen Reparaturmechanismen überfordert, es können dauerhafte Schäden am Erbgut der Hautzellen entstehen. Eine mögliche Folge: Hautkrebs. Allein in den letzten 25 Jahren hat sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken verdoppelt (Quelle: Statistik Austria).

Früherkennung durch Selbstdiagnose

Hautkrebs ist der einzige Krebs, der schon in frühen Phasen und mit dem freien Auge sichtbar ist. In den meisten Fällen entwickelt er sich an der Körperoberfläche. Hautkrebs kann daher jeder selbst beobachten. Vor allem Menschen mit vielen Muttermalen oder angeborenen Pigmentflecken sollten diese immer aufmerksam beobachten, ob sie sich verändern. Wer rechtzeitig einen Facharzt aufsucht, erhöht die Heilungschancen eklatant. Gerade heller Hautkrebs ist gut therapierbar. Oft reicht sogar eine nichtinvasive Behandlung. „Die Heilungschancen für Hautkrebs betragen 90 Prozent, wenn er frühzeitig erkannt wurde“, sagt Dermatologin Beatrix Volc-Platzer.

Neue Behandlungsmethoden

Bei vielen Krebsarten ist die chirurgische Entfernung der Krebszellen die erste Wahl. Daneben wurden aber moderne lokale Behandlungsmethoden entwickelt, die teils begleitend, teils als alleinige Therapie eingesetzt werden. Bei Frühstadien von hellem Hautkrebs, wie die aktinische Keratose wird oft die sogenannte Kryotherapie eingesetzt. Diese Kältebehandlung mit flüssigem Stickstoff lässt die Krebszellen absterben. Eine neue Bestrahlungsmethode ist die photodynamische Therapie, bei der ein Lichtsensibilisator auf die zu behandelnden Stellen aufgebracht wird, von den Krebszellen aufgenommen wird und diese nach Bestrahlung mit UVA-Licht absterben.
Neben der seit langem bekannten Behandlung mit Chemotherapie stehen heute zwei neue Substanzen und ein Immunmodulator zur Verfügung. Der Immunmodulator wirkt sowohl auf virusinfizierte Zellen als auch auf Tumorzellen und bringt krankhaft veränderte Zellen zum Absterben. Die gesunden Hautzellen bleiben davon unbeeinflusst. Die Rückbildungsraten der Krebszellen betragen 60 bis 80 Prozent.

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