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Was macht die Sonne auf der Haut?

Sonnenlicht besteht neben seinem sichtbaren Lichtanteil aus unsichtbarer ultravioletter Strahlung. Diese besteht aus langwelliger UVA-Strahlung (Spektralbereich 320 – 400nm), kurzwelliger UVB-Strahlung (Spektralbereich 290 – 320nm) und UVC-Strahlung (unter 290 nm), die allerdings trotz „Ozonlochs“ nicht die Erde erreicht. Die UV-Strahlung aktiviert die in der Oberhaut enthaltenen pigmentbildenden Zellen, die Melanozyten, die Haut wird braun. Der braune Farbstoff Melanin schützt die Haut vor der eindringenden Sonnenstrahlung. Dieser Vorgang ist eigentlich eine Schutzreaktion.

 

Die UVB-Strahlung durchdringt die oberste Hautschicht, regt die Melanozyten zur vermehrten Produktion von Melanin an und führt zur Bräunung der Haut. Darüber hinaus wird auch die schützende Hornschicht auf der Hautoberfläche verdickt.


Durch die UVA-Strahlung wird das in tieferen Hautschichten bereits vorhandene Melanin innerhalb der Haut weiter nach außen transportiert und damit sichtbar, eine kurz anhaltende Bräunung entsteht.

Die langwelligen UVA-Strahlen
machen das bereits vorhandene Melanin sichtbar, eine kurz anhaltende Bräunung entsteht.

Die kurzwelligen UVB-Strahlen regen die Melanozyten zur vermehrten Produktion von Melanin an.


Jeder Mensch besitzt dieselbe Anzahl an pigmentbildenden Hautzellen. Die Bräune hängt allein vom „Fleiß“ der Melanozyten ab. Kommt die Haut mit der Produktion des Pigmentstoffes nicht nach, dann verbrennt sie. Verantwortlich für diesen Sonnenbrand sind die UVB-Strahlen.

 

Sonnenbrände sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Denn mit jedem Sonnenbrand wächst das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die negativen Auswirkungen der UVA-Strahlen sind erst später bemerkbar.

 

Eine zu hohe UVA-Dosis trocknet die Haut aus und schädigt Hautzellen nachhaltig. Frühzeitige Hautalterung ist die Folge. Auch Lichtdermatosen, wie etwa Sonnenallergien gehen auf das Konto von UVA.

Wie schütze ich mich richtig?

Sonne ist Balsam für die Seele, unterstützt das körpereigene Immunsystem, verbessert die Sauerstoffaufnahme über die Lunge und kurbelt den Kreislauf an. Außerdem hilft es, das für den Knochenaufbau notwendige Vitamin D zu bilden. Aber: zuviel Sonne ist ungesund. Selbst leichte Sonnenbrände sind schmerzhaft und ein Hilfeschrei der Haut. Der richtige Schutz vor der Sonne ist wichtig.

Wie wirken Sonnenschutzmittel?

Moderne Marken-Sonnenschutzmittel enthalten UVA/UVB-Breitbandfilter. Diese absorbieren bedeutende Anteile der UV-Strahlung und schützen so die Haut vor einer zu hohen Dosis. Zusätzlich versorgen Sonnenschutzmittel die Haut mit Feuchtigkeit und kosmetischen Wirkstoffen. UVA-Filter schützen vor langfristigen Schäden, UVB-Filter vor Sonnenbrand. Der UVB-Schutz wird durch den Lichtschutzfaktor beschrieben. Dieser Faktor gibt an, um wie viele Male die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird.

Sonnenschutz richtig angewendet

Je langsamer die Haut bräunt, desto gesünder und länger anhaltend ist die Bräune. Prinzipiell gilt: Sonnenschutzzeit nicht ganz ausnützen, lieber einen höheren Lichtschutzfaktor verwenden, die Mittagssonne meiden und die Haut langsam an die Sonne gewöhnen. Ein Schattenplatz bietet natürlichen Schutz. Hier ist die UV-Strahlung nur halb so intensiv.

 

Auch Haare und Augen brauchen Sonnenschutz. Spezielle Sonnenschutzprodukte für Haare oder Kopfbedeckung sowie Sonnenbrillen sind ein Muss. Wichtig beim Kauf von Sonnenbrillen: Nicht die Farbe der Gläser ist entscheidend. Nur der deklarierte UV-Schutz schützt vor der Sonne.

 

Sand, Wasser, Schweiß, Kleidung und Abtrocknen vermindern den Sonnenschutz. Wiederholtes Auftragen bietet maximalen Schutz. Aber: Nachcremen verlängert nicht die Schutzzeit.

 

Für sensible Hauttypen gibt es emulgator- und fettfreie Sonnenprodukte. Vorsicht bei Parfüms und Deos. Nicht „sonnentaugliche“ Produkte können durch die Lichteinwirkung Pigmentflecken und Hautreizungen verursachen.

Auf den Hauttyp kommt es an

Die Wahl des Sonnenschutzmittels richtet sich nach der Lichtempfindlichkeit der Haut. Prinzipiell gibt es vier Hauttypen. Kinderhaut braucht darüber hinaus besonderen Schutz, da die Pigmentzellen noch nicht voll funktionsfähig sind.

Typ 1

Typ 2

Typ 3

Typ 4

Kinder

(Natur) Haarfarbe

rötlich

blond

dunkelblond

braun bis
schwarz

Hautfarbe

sehr hell

hell

hellbraun

braun

sehr hell

Sommersprossen

viele

einige

kaum

keine

Sonnenbrand

sofort

schnell

kaum

selten

sehr schnell

Bräunung

fast keine

langsam

schnell

sehr schnell

langsam

Eigenschutz-
zeit

5-10 Minuten

10-20 Minuten

20-30 Minuten

ca. 45 Minuten

5-10 Minuten

Lichtschutz-
faktor

sehr hoch 30 – 50

hoch
15 – 25

hoch
15 – 25

mittel
8 – 16

sehr hoch 
30 – 50

UVA-Filter

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