Die häufigste Ursache für Kopfschuppen ist das vermehrte Auftreten von Hautpilzen. Diese ernähren sich von Fetten aus den Talgdrüsen der Kopfhaut. Wenn die Kopfhaut viel Talg produziert, gedeihen sie doppelt so gut. Bei der Verdauung der Fette setzen die Hautpilze Substanzen frei, die die Kopfhaut reizen und zu Juckreiz führen. Die Kopfhaut reagiert auf die Reize, indem sie verstärkt neue Zellen bildet, die auch wieder verstärkt abgestoßen werden. Das Ergebnis sind Schuppen.
Kopfschuppen treten vor allem zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf. Danach legt sich die Talgproduktion langsam wieder. Auch erbliche Veranlagung, Hormonschwankungen, Klima oder Stress spielen bei der verstärkten Talgproduktion eine Rolle.


Rund 40 Prozent der Menschen leiden unter trockener, juckender Kopfhaut, die schuppt. Besonders im Winter – bei trockener Heizungsluft – verstärkt sich das Problem. Richtige Pflege ist daher wichtig.
Haare waschen mit einem geeignetem Shampoo gehört zur Basispflege. Shampoos enthalten verschiedene waschaktive Substanzen, auch Tenside genannt. Zusätzlich schützen verschiedene Pflegestoffe wie Öle, Vitamine oder Proteine die Haut und halten das Haar gesund.
Spülungen (= Conditioner, Balsam) mit höheren Mengen an Pflegestoffen sind eine wertvolle Ergänzung bei der Pflege und können täglich angewendet werden.
Noch intensiver wirken Haarkuren mit speziell zugeschnittenen Mischungen aktiver Inhaltsstoffe. Sie gleichen Schäden in der Struktur aus und glätten die Oberfläche.
Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, müssen Schuppen regelmäßig behandelt werden. Dafür eignen sich spezielle Anti-Schuppen-Shampoos, die eine Reduktion der Symptome wie Trockenheit, Juckreiz und andere Irritationen bewirken. Durch ihre regelmäßige Anwendung erzielen Sie eine vorbeugende Wirkung gegen Schuppen. Auch gesunde Ernährung wirkt sich positiv auf die Haare aus.
Anti-Schuppenshampoos entfernen die losen Hornplättchen von Kopfhaut und Haar und verringern bei regelmäßiger Anwendung die Bildung neuer Schuppen. Wirkstoffe sind beispielsweise Selendisulfid, Zinkpyrithion, Climbazol, Piroctone Olamine. Diese wirken gegen den für die Schuppenbildung verantwortlichen Pilz und gegen Bakterien.
Zusätzlich normalisieren einige Substanzen auch die Abschilferung, also das Abstoßen der Schuppen, z.B. Ketoconazol und Salicylsäure/Fumarsäure. In Shampoos eingearbeitet bleibt ein geringer, aber ausreichender Teil der Wirkstoffe auf der Kopfhaut zurück. Shampoos haben den Vorteil, dass bereits abgeschilferte Schuppen beim Waschen entfernt werden.
Egal ob feine, dicke, normale oder leicht nachfettende Haare - jeder zweite Mensch hat Schuppen, allerdings in unterschiedlichen Schweregraden. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen. Es gibt aber einige ethnische Unterschiede, die sich hauptsächlich aus den verschiedenen Gewohnheiten der Kopfpflege und des Stylings ergeben.
Bereits seit mehr als fünfzig Jahren beschäftigt sich die Naturwissenschaft mit der systematischen Erforschung der Ursache von Schuppen. Heute weiß man, dass ein Hautpilz namens Malassezia globosa der Auslöser ist. Allein die individuelle Reaktion der Kopfhaut auf den Pilz ist für die Ausprägung des Problems verantwortlich. Da Schuppen keine Krankheit sind, können sie nicht übertragen werden und sind nicht ansteckend. Auch die Behauptung, mangelnde Hygiene und Körperpflege könne Schuppen auslösen, gehört ins Reich der Mythen.
Schuppen sind in der Regel ein kosmetisches Problem, das Sie mit der richtigen Anti-Schuppen-Pflege in den Griff bekommen können. Wenn sich aber auf Ihrer Kopfhaut Ekzeme bilden, dann sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.
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