kosmetik transparent

Sicherheit von Duftstoffen – strenge Tests

Wichtig ist auch, dass die Duftstoffe verträglich sind.

Prinzipiell gilt: Wie bei allen Inhaltsstoffen von Kosmetikprodukten muss auch bei Duftstoffen die Sicherheit und Unbedenklichkeit belegt und dokumentiert sein.

Dennoch können in Einzelfällen Allergien auftreten. Rund ein bis zwei Prozent der Bevölkerung reagieren laut dem Bund deutscher Dermatologen auf einen Duftstoff allergisch.

 

Deshalb sind 26 Duftstoffe, bei denen in Einzelfällen Allergien beobachtet worden sind, auf der Produktverpackung deklariert wenn sie enthalten sind. Diese Kennzeichnung hilft Allergikern, dass sie ihre allergene Substanz meiden können und dennoch nicht auf einen guten Duft verzichten müssen.

Vom Duft zum Kosmetikprodukt

Mit jedem Atemzug erleben wir eine Vielzahl von Dufteindrücken, pro Tag bis zu 10.000 verschiedene Gerüche. Parfumeure, auch Nasen genannt, kreieren ihre Düfte heute mit etwa 2.000 Duftstoffen. Für eine Parfumkomposition stellen sie rund 30 bis 80, im Einzelfall bis zu 200 Grundstoffe, zusammen. Bis ein Duft in ein Kosmetikprodukt integriert ist, kann es dauern.

 

Für die Produktion von Parfumölen werden einerseits Duftstoffe aus dem Pflanzenreich gewonnen, andererseits Duftstoffe synthetisch hergestellt. Typische Gewinnungsmethoden für pflanzliche Duftöle sind die Destillation, mechanisches Auspressen sowie die Extraktion mittels Lösungsmittel. Verwendete man für die älteste bekannte Form der Duftstoffgewinnung, die sogenannte Enfleurage, vor allem Fette, so werden heute flüchtige Lösungsmittel zur Extraktion eingesetzt. Die dabei entstehenden Duftöle, die sogenannten „Absolues“, sind besonders wertvoll. „Schließlich ergeben etwa 200 mühsam von Hand gepflückte Jasminblüten nur einen Tropfen Jasmin Absolue“ erzählt Fragrance Managerin Katrin Schimmelpfennig.

Natürlich oder synthetisch ist der Nase egal

Da die Zahl der natürlichen Duftstoffe begrenzt ist und die synthetische Herstellung oft zu wesentlich exakteren und geruchsintensiveren Ergebnissen führt, wird heute ein Großteil der Riechstoffe künstlich hergestellt. Vom chemischen Aufbau und der Wirkung sind natürliche und synthetische Duftstoffe identisch. Die synthetische Erzeugung ermöglicht zudem wunderbare Phantasiekompositionen und auch die Nachstellung von natürlichen Duftnoten, die durch Extraktion und Destillation nicht gewonnen werden können. Die perfekte Wiedergabe des Maiglöckchendufts zum Beispiel ist erst durch den Einsatz bestimmter künstlicher Duftstoffe möglich geworden.

Vom Duft ins Produkt: eine Wissenschaft für sich

Die Parfümierung von Kosmetikprodukten bedeutet für die Markenhersteller eine große Herausforderung. Parfümierte Kosmetikprodukte zaubern verwöhnende Momente in unser Leben, puren Luxus für die Sinne. Um den perfekten Duft zu entwickeln sind viele Vorgaben zu erfüllen, der Kundengeschmack steht dabei an aller erster Stelle. Aber auch die sehr hohen Anforderungen an Stabilität und Produktsicherheit sind uneingeschränkt zu erfüllen.

Nach oben

 
Menü aufklappen

by WEBtivation