
Ein Genfer Forschungsteam hat in einer kürzlich publizierten Studie die Sicherheit von Aluminiumverbindungen in kosmetischen Mitteln in Frage gestellt. Sie fanden eine zellschädigende Wirkung von Aluminiumchlorid unter Laborbedingungen. Ein direkter Zusammenhang mit einer steigenden Zahl der Brustkrebsfälle in Industrieländern wird durch diese wissenschaftliche Arbeit nicht hergestellt. Die in der Studie verwendeten Aluminiumchloride wurden direkt in die Zellkultur injiziert. Die natürliche Barriere der menschlichen Haut bleibt dabei unberücksichtigt. Aufgrund der Tatsache, dass die in Antitranspirantien verwendeten Aluminiumsalze nie direkt in die Zelle gelangen können, sind die Ergebnisse dieser Studie wissenschaftlich fragwürdig und in der Praxis ohne Relevanz.
Aluminiumsalze sind ein wichtiger Bestandteil in Deodorants, um die Poren zu verengen und so den Schweißfluss in einer effizienten Art und Weise zu hemmen. Aluminium und seine Verbindungen kommen auch in vielen Lebensmitteln vor und sind auch in vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs (z.B. Kochgeschirr, Arzneimittel) zu finden. Aufgrund der weiten Verbreitung von Aluminiumverbindungen haben sich bereits viele nationale und internationale Untersuchungsbehörden mit der Sicherheit von Aluminium befasst und Grenzwerte festgelegt.
Es wurde mehrfach bestätigt, dass das Brustkrebsrisiko durch die Verwendung von Antitranspirants nicht erhöht wird. Im Gegenteil: Die Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit von Antitranspirantien wurde mehrfach bestätigt. So hat beispielsweise das US-amerikanische National Cancer Institute eine Untersuchung zum Thema gemacht. Das Ergebnis: Die Verwendung von Deodorants oder Antitranspirants hat absolut keinen Einfluss auf das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das Ergebnis der Studie finden Sie auf der Website des National Cancer Institute unter: http://www.cancer.gov/aboutnci/cis. Auch die US-amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society) kann diese Ergebnisse bestätigen: In epidemiologischen Studien konnte ausgeschlossen werden, dass die Verwendung von Antitranspirantien einen Risikofaktor für Brustkrebs darstellt. Dieser Standpunkt wird von Krebsspezialisten, Krebsforschungsorganisationen sowie Regierungsbehörden geteilt.
Deodorants unterliegen, wie alle kosmetischen Produkte, einer umfassenden Gesetzgebung durch das Kosmetikrecht sowie strengen Sicherheitskontrollen und wissenschaftlichen Analysen. Alle Kosmetikprodukte und damit auch Antitranspirantien müssen nicht nur wirksam, sondern für die Anwender sicher und gesundheitlich unbedenklich sein. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden bei der Sicherheitsbewertung stets berücksichtigt. Dafür sorgen die Hersteller selbst, das EU-Kosmetikrecht, das wissenschaftliche Beratungskomitee SCCS sowie in Österreich die Kosmetikverordnung und das Gesundheitsministerium.
Bei gesundheitsbezogenen Meldungen gibt es viele Organisationen und Internetseiten, die Daten für Patienten und andere interessierte Personen zur objektiven Information bereitstellen.
http://www.antiperspirantsinfo.com/german/index.php
http://urbanlegends.about.com/cs/healthmedical/a/antiperspirants.htm
http://www.cancer.gov/cancertopics/factsheet/Risk/AP-Deo
http://www.cancer.org/docroot/NWS/content/NWS_3_1x_Antiperspirant_Use_Does_Not_Increase_Risk_Of_Breast_Cancer.asp
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