Im Jahr 2016 gaben die Österreicher rund 1,6 Milliarden Euro für Haut- und Körperpflegeprodukte aus1. Quer durch die meisten Produktsegmente wird moderates Wachstum verzeichnet. Diese Entwicklung soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Kosmetik transparent präsentiert Zahlen und Fakten zum österreichischen Kosmetikmarkt.

Kosmetikmarkt: Die Ausgaben der ÖsterreicherInnen im Jahr 2016 (Werte gerundet in Euro)

  • Dekorative Kosmetik: 208 Millionen
    Make up, Lidschaftten, Lippenstift, Nagellack
  • Hautpflege: 330 Millionen
    Gesicht, Hand, Körper
  • Haare: 324 Millionen
    Haartönungen und –färbemittel, Shampoos, Conditioner, Balsame, Kuren, Aufbau- und Repair-Cremen, Haarstyling
  • Bad und Dusche: 180 Millionen
    Seife, Badezusätze, Duschbäder
  • Duft und Deo (Damen): 270 Millionen
    Parfum und Deo
  • Sonnenpflege: 45 Millionen
  • Männerkosmetik: 86 Millionen
    Bad und Dusche, Deo, Haare, Gesicht, Rasur, After-Shaves
  • Zahnpflege: 200 Millionen
    Zahnpasten, (elektrische) Zahnbürsten, Zahnseide, Mundwasser und –spülungen

Als eine der größten Produktgruppen erzielte die Gesichtspflege einen Absatz von fast 260 Millionen Euro. Damit gaben die Österreicherinnen fast um sechs Millionen Euro mehr für die Pflege ihrer Gesichtshaut aus als im Jahr davor. In den kommenden fünf Jahren soll der Umsatz auf fast 305 Millionen Euro steigen.

Die Wachstumsimpulse im Bereich Gesichtspflege führt Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent, unter anderem auf das Anti-Aging-Segment und seinen Produktinnovationen zurück. Auch die Gesichtsreinigung in der Früh und am Abend setzt sich in der Pflege durch. Die beliebtesten Produkte für die Augen- und Gesichtsreinigung sind Make-up-Entferner, Feuchttücher, Waschgel und Reinigungsmilch. Dynamisch entwickelt sich auch das Segment „unreine Haut“2.

Dekorative Kosmetik unterstreicht Persönlichkeit

Rund 208 Millionen Euro war den Österreicherinnen im vergangenen Jahr Make-up, Lippenstift, Wimperntusche und Co wert. Bis 2021 soll der Markt für dekorative Kosmetik auf nahezu 238 Millionen Euro wachsen. 42 Prozent der Österreicherinnen schminken sich täglich und tun dies, weil sie sich damit wohler, gepflegter und selbstbewusster fühlen.

Sieben von zehn Österreichern verwenden ein Deo

Drei Viertel der Österreicher verwenden täglich ein Deodorant. Rund 75 Millionen Euro wurden dafür im Jahr 2016 ausgegeben, um 2,2 Millionen Euro mehr als 2015. Für das Jahr 2021 wird ein Absatz von mehr als 91 Millionen Euro erwartet. Deodorants (lat.: Entriechen) ermöglichen es, Schweißgeruch zu bekämpfen und die geruchsbildenden Bakterien auszuschalten. Anti-Schweiß-Produkte, sogenannte Anti-Transpirantien, hemmen die Schweißabgabe durch den Körper bereits im Vorfeld und beugen damit negativem Schweißgeruch von vornherein vor. Derzeit liegt der Anteil der Deos bei rund 60% Prozent, jener der der Anti-Transpirantien bei 40% Prozent.

Männerpflege ist ein Wachstumsbereich

Der Männerpflegemarkt (Rasur, After-Shaves, Bad, Dusche, Deo, Haare und Gesicht) ist von 85,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 86 Millionen Euro gestiegen. Besonders wachstumsstark sind die Bereiche Haarpflege und –styling. Bis zum Jahr 2021 soll der Männerpflegemarkt auf rund 96 Millionen Euro anwachsen.

Kosmetik-transparent-Sprecher Stefan Kukacka: „Männer suchen immer stärker Produkte, die ihre Persönlichkeit unterstreichen. Das Qualitätsbewusstsein der Männer und der individuelle Anspruch bestimmen die Produktwahl. Die Erwartungen an die Körperpflege entwickeln sich rasant und reichen über die traditionelle Gesichtspflege weit hinaus. Der Trend geht zur Körperrasur.“

Haarpflegemarkt auf hohem Niveau

Die Ausgaben für Shampoos lagen 2016 bei mehr als 70 Millionen Euro. Bis 2021 soll der Markt über 82 Millionen Euro betragen. Auch die Prognosen für Conditioner und 2-in-1-Produkte sind optimistisch. Neue Technologien für strapaziertes und geschädigtes Haar sorgen für Nachfrage. Einen Rückgang von rund 2,6 % auf rund 73 Millionen Euro hingegen verzeichnet der Absatz von Styling Produkten. Als Grund dafür kann der Trend zu „natürlichem Styling“ gesehen werden.

Ein Drittel der Österreicherinnen färbt regelmäßig selbst die Haare. Eine gute Chance, dem Aussehen neue Frische und ein wenig Veränderung zu geben. Dementsprechend konstant präsentiert sich der Markt für Haartönungen und –färbemittel. Rund 125 Millionen Euro gaben die Österreicherinnen im Jahr 2016 dafür aus.

Markt für Sonnenkosmetik: Wetterabhängig

45 Millionen Euro wendeten die Österreicher im Vorjahr für Sonnenschutzprodukte auf. Damit verzeichnet der Markt für Sonnenkosmetik im Vergleich zu 2015 nur ein leichtes Plus von rund einem Prozent. In den kommenden fünf Jahren wird erwartet, dass der Markt auf über 50 Millionen Euro steigt. Das weist auf ein zunehmendes Bewusstsein der Österreicher für Sonnenschutz hin. Die Österreicher greifen außerdem vermehrt zu Produkten mit höherem Lichtschutzfaktor (LSF). Der Markt für Sonnenkosmetik ist ganz besonders vom schönen Wetter abhängig.

Bad, Dusche und Zähne weiterhin stark

Weiterhin stark behaupten sich die Märkte für Bad und Dusche mit rund 180 Millionen Euro. Neue Formate und Varianten schafften Kaufanreize. Sieben von zehn Österreichern putzen zumindest zwei Mal täglich ihre Zähne. Für Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasten, (elektrische) Zahnbürsten und Zahnseide gaben sie im Vorjahr rund 200 Millionen Euro aus.

1 Quelle: Euromonitor International / Konsumausgaben im österreichischen Drogeriefach- und Lebensmittelhandel, Diskonter, Apotheken, im Online-Handel und in Fachgeschäften
2 Jugend-Studie Rheingold Salon 2015 im Auftrag des IKW