In den Medien wird immer wieder über die Sicherheit von Aluminiumverbindungen in kosmetischen Produkten spekuliert. Die geäußerten Vermutungen, nach denen Aluminiumverbindungen an der Entstehung bestimmter Erkrankungen beteiligt seien, basieren jedoch auf keiner gesicherten wissenschaftlichen Grundlage und sind daher nicht gerechtfertigt. Kosmetische Mittel, die Aluminiumverbindungen enthalten, können unverändert als sicher und gesundheitlich unbedenklich angesehen werden. Verbraucher können die im Handel angebotenen kosmetischen Mittel weiterhin sicher verwenden.

Ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Antitranspirantien und einem erhöhten Brustkrebs- oder Alzheimerrisiko ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht belegbar.

Warnungen unbegründet
Aluminium kommt in Antitranspirantien in Form von Aluminiumsalzen vor. Sie werden verwendet, um den Schweißfluss vorübergehend zu verringern. Umfassende Produkttests und die langjährige Erfahrung der Markenkosmetik-Hersteller zeigen, dass Antitranspirantien mit Aluminiumsalzen sichere und wirksame Produkte sind. Dies ist durch zahlreiche Daten im Rahmen umfangreicher Sicherheitsbewertungen belegt. Kosmetikprodukte mit Aluminiumsalzen oder anderen Aluminiumverbindungen sind daher sicher und gesundheitlich unbedenklich.  

Studien belegen: Kosmetikprodukte sind sicher
Das Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS), eine unabhängige Verbraucherschutzbehörde der EU-Kommission, stellt in einer im April 2014 veröffentlichten Bewertung fest: „Dass von den bei Gebrauch kosmetischer Mittel erreichten Aluminiumwerten eine krebserregende Wirkung ausgeht, ist unwahrscheinlich.“ Das bestätigt auch die US-amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society). Ähnlich äußert sich das deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Und auch die Weltgesundheitsorganisation hat aufgrund zahlreicher Untersuchungen in ihrem Report Nr. 194 des Internationalen Programms zur Sicherheit von chemischen Inhaltsstoffen (IPCS) dargelegt, dass es nach dem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse keine Beziehung zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Alzheimerschen Krankheit gibt. Um noch präziser abschätzen zu können, wie hoch die Aufnahme von Aluminium durch ein Antitranspirant über die Haut ist, wird zurzeit auf europäischer Ebene eine umfangreiche Studie durchgeführt.

Hersteller und Kosmetikrecht für Sicherheit
Nach wissenschaftlicher Bewertung der Daten bleibt die Aufnahme von Aluminium bei normalem täglichen Gebrauch von Antitranspirantien innerhalb der wöchentlich tolerierbaren Menge. Dies gilt auch für die Anwendung auf rasierter Haut. Beim typischen Rasieren der Achseln wird nur ein geringer Anteil der obersten Hautschicht abgetragen. Dies entspricht der Menge an Hautpartikeln, die normalerweise im Verlauf des Tages von der Haut abgerieben wird. Antitranspirantien können daher ohne Bedenken auch auf rasierter Haut angewendet werden.

Alle Kosmetikprodukte unterliegen einer umfassenden Gesetzgebung durch die EU-Kosmetikverordnung, strengen Sicherheitskontrollen und wissenschaftlichen Analysen. Kosmetikprodukte müssen nicht nur wirksam, sondern für die Anwender sicher und gesundheitlich unbedenklich sein. Verbraucher können die im Handel angebotenen Antitranspirantien weiterhin ohne Bedenken verwenden.